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Der Weg der EKHN zum Ökumenischen Kirchentag

Erste Einladung der EKHN schon im Jahr 2011
Der Weg der EKHN zum Ökumenischen Kirchentag
Der Weg der EKHN zum Ökumenischen Kirchentag
Mit Posaunen und Trompeten sind Bläserchöre aus Hessen und Nassau bei jeden Kirchentag dabei. 2017 spielten Musikerinnen und Musiker aus dem Rhein-Lahn-Kreis am Brandenburger Tor. © EKHN/Bernd-Christoph Matern

Schon im November 2011 hatte das höchste Gremium der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) die Synode eine Einladung zum Kirchentag an den Deutschen Evangelischen Kirchentag (DEKT) mit Sitz in Fulda ausgesprochen. Die EKHN erklärte sich damals gerne bereit, 2021 in Frankfurt am Main Gastgeberin des Kirchentags zu sein. Ein Jahr später bekräftigte die EKHN-Synode den Beschluss und begann, zweckgebundene Rücklagen für das damals noch als „großes Protestantentreffen“ in der Mainmetropole geplante Ereignis anzusparen. 

Dr. Ulrich Oelschläger, Präses der Kirchensynode, zeigte sich 2012 über die Entscheidung sehr erfreut: „Der Kirchentag trägt viele neue Impulse für Glauben und Leben in die gastgebende Kirche hinein. Er ist eine der wichtigsten bundesweiten oder sogar internationalen Veranstaltungen der evangelischen Kirche überhaupt. Sie ist zudem ein wichtiges Diskussionsforum für aktuelle Fragen und sendet damit wichtige Zeichen in die Gesellschaft.“

Seit Jahren sind das Interesse und die Beteiligung der EKHN an Kirchentagen groß. Regelmäßig nehmen neben Mitwirkenden und Gemeinde- und Helfergruppen auch die Leitenden Geistlichen teil und wirken am Programm mit. Kirchenpräsident Dr. Volker Jung ist als Referent gefragt und hat zum Beispiel 2017 in Berlin auch eine Bibelarbeit gestaltet.   

Gemeinsame Entscheidung für ÖKT fällt 2016

Nachdem der erste Ökumenische Kirchentag 2003 in Berlin stattgefunden hatte und der zweite 2010 in München, sollte es nach nicht zu langer Zeit wieder einen Ökumenischen Kirchentag geben. Für die EKHN war es klar, dass dieses ökumenische Ereignis gerne auch 2021 in Frankfurt stattfinden könnte – falls die katholische Seite, das Bistum Limburg, ebenfalls eine Einladung dazu aussprechen würde. 

Im November 2016 fiel dann die Entscheidung durch das Präsidium des DEKT und die Vollversammlung des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) für Frankfurt am Main als Ort des nächsten Ökumenischen Kirchentags. Zuvor hatten dazu der Kirchenpräsident der EKHN Dr. Volker Jung und der Limburger Bischof Georg Bätzing eingeladen. Denn die Stadt am Main „biete beste Voraussetzungen“ für solch ein Ereignis, so ihre gemeinsame Überzeugung.

Wiederholt hat sich das höchste Gremium der EKHN, die Synode, für den Kirchentag in Frankfurt ausgesprochen. In der Mitte des Kirchensynodalvorstands der Präses der Synode Dr. Ulrich Oelschläger. © EKHN/Martin Reinel

Gute ökumenische Erfahrung beim Kirchentag

Frankfurt am Main und die EKHN waren schon vier Mal Gastgeber eines Evangelischen Kirchentages, und zwar in den Jahren 1956, 1975, 1987 und 2001. Der Kirchentag 2001 fand über das Fronleichnamsfest statt, an dem es eine gemeinsame evangelisch-katholische Prozession durch die Stadt gab. Der damalige Kirchenpräsident der EKHN, Prof. Peter Steinacker, bilanzierte später: „Das Fronleichnamsfest hat mich persönlich besonders bewegt. Erstmals haben wir Fronleichnam wirklich gemeinsam gefeiert, denn erstmals haben sich Protestanten und Katholiken an diesem Tag personell und liturgisch so ineinander verschränkt. Für mich ein Zeichen christlicher Agape, Liebe zueinander. Ich bin dem Limburger Bischof, Franz Kamphaus, und allen anderen Mitwirkenden für diesen gemeinsamen Gottesdienst sehr dankbar. Vielleicht zeichnet sich hier ja schon eine Art ‚Frankfurter Modell‘ für weitere ökumenische Feiern an diesem Tag ab.“