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Vorbereitung und Vorfreude des Riesenereignisses

Beauftragte berichtet vor Synode erstmals von den Vorbereitungen
Vorbereitung und Vorfreude des Riesenereignisses
Vorbereitung und Vorfreude des Riesenereignisses
Pfarrerin Miriam Küllmer-Vogt ist Beauftragte der EKHN für den Ökumenischen Kirchentag 2021 in Frankfurt. © Pietro Sutera

Mit großer Freude hatten das Bistum Limburg und in die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau vor zwei Jahren auf die Entscheidung reagiert, dass 2021 in Frankfurt der dritte Ökumenische Kirchentag zu Gast ist. Inzwischen gesellt sich neben Freude auch Betriebsamkeit. In drei Jahren ist es vom 12. bis 16. Mai soweit. Dann werden bis zu 130.000 Teilnehmende in der Stadt am Main zu voraussichtlich 3.000 Veranstaltungen erwartet. Grund genug für die Synode der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN), schon jetzt einen Blick auf das Riesenereignis zu werfen. Am Donnerstag berichtete die EKHN-Beauftragte für den Ökumenischen Kirchentag, Miriam Küllmer-Vogt, erstmals vor dem Gremium, das mit einem Parlament vergleichbar ist.

Ökumene leben

Küllmer-Vogt sagte vor der in Frankfurt am Main tagenden Synode, dass sich neben Hessen-Nassau und dem Bistum Limburg inzwischen auch die Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, die Bistümer Mainz und Fulda sowie die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen Hessen-Rhein-Hessen an den Vorbereitungen für das Großereignis beteiligten. Eine gemeinsame Steuerungsgruppe habe inzwischen die Arbeit aufgenommen. Nach Worten von Küllmer-Vogt ist der Ökumenische Kirchentag eine Chance, dass sich die Kirchen „gemeinsam den Herausforderungen unserer Zeit stellen und Gesellschaft gestalten“. Wo immer es möglich sei, wolle die regionale Vorbereitungsgruppe deshalb ökumenisch auftreten.

Themenfindung beginnen

Erste gemeinsame Projekte seien etwa die Internetseite www.oekt-frankfurt.de, ein Präsentationsvideo zur Einladung in die Stadt und ein groß dimensioniertes Werbebanner, das ab kommendem Frühjahr den Turm der Dreikönigskirche am Mainufer in Frankfurt zieren soll. Ebenfalls in Planung sei die Präsentation des Ökumenischen Kirchentags auf dem bevorstehenden Evangelischen Kirchentag 2019 in Dortmund mitten in der Innenstadt. Für die gastgebenden Kirchen sei es zudem bereits jetzt wichtig, regionale Themen in das Gesamtprogramm der Ökumenischen Kirchentags einzubringen. So ist für Februar ein „Inspirationsabend“ zur Themenfindung mit über 100 Teilnehmenden aus der Rhein-Main-Region vorgesehen.

Geschäftsstelle aufbauen

Küllmer-Vogt kündigte auch an, dass sich noch im Dezember das gemeinsame Präsidium des Ökumenischen Kirchentags aus 20 katholischen, 20 evangelischen und drei Mitgliedern der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen konstituieren wird. Für das operative Geschäft soll ab Sommer 2019 dann in Frankfurt eine gemeinsame Geschäftsstelle für den Ökumenischen Kirchentag mit bis zu 100 Mitarbeitenden eingerichtet  werden.

Hintergrund Kirchentag

Ökumenische Kirchentage gab es 2003 in Berlin und 2010 in München. In Frankfurt war der Deutsche Evangelische Kirchentag bereits 1956, 1975, 1987 und 2001 zu Gast. Zuletzt fand ein Katholikentag in Frankfurt im Jahre 1921 statt. Schon vor fünf Jahren hatte die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau eine zweckgebundene Rücklage in Höhe von rund acht Millionen Euro für das Glaubenstreffen in Frankfurt gebildet. Das Geld soll unter anderem der Unterstützung der Gesamtorganisation aber auch regionalen Projekten im Vorfeld dienen.